"Handeln, wenn das Zeitfenster aufgeht:
Flexible Formate in der ambulanten Verhaltenstherapie"
Referent: Prof. Dr. Jürgen Hoyer
Technische Universität Dresden
Institutsambulanz und Tagesklinik für Psychotherapie
Ihre Teilnahme am Chemnitzer Psychosomatik-Kolloquium ist wie gewohnt kostenfrei.
Für Speisen und Getränke ist selbstverständlich gesorgt.
Unser Chemnitzer Psychosomatik-Kolloquium ist zur Zertifizierung bei der Sächsischen Landesärztekammer mit drei Punkten beantragt.
Handeln, wenn das Zeitfenster aufgeht:
Flexible Formate in der ambulanten Verhaltenstherapie
Wie viele Sitzungen für eine Verhaltenstherapie wirklich notwendig sind,
wie lange sie dauern und in welchen Abständen sie erfolgen sollten,
darüber wird wenig diskutiert.
Eine Orientierung geben die Psychotherapierichtlinien – aber diese rein
formalen Kriterien können eine sachgemäße Fallkonzeption, die den Zeitfaktor
reflektiert, nicht ernsthaft ersetzen!
Therapien brauchen unterschiedlich viel Zeit und eine unterschiedliche Taktung
der Sitzungen, je nachdem, ob lediglich umgrenztes Verhalten zu ändern ist,
ob neue Gewohnheiten zu etablieren sind oder sich das Selbstkonzept einer Person
ändern soll. Grundlagenwissenschaftliche Befunde tragen zum Vor-Verständnis bei,
welche Zeiträume für welche Verhaltensänderungen zu veranschlagen sind.
Daten aus der Praxis müssen dann zeigen, inwieweit eine in diesem Sinne
zeit-optimierte Verhaltenstherapie im therapeutischen Alltag umzusetzen ist.
Im Vortrag werde ich an Fallbeispielen demonstrieren, wie der Zeitrahmen von
Therapien (nicht unbedingt die Zahl der Sitzungen!) deutlich verkürzt werden kann,
aber auch, in welchen Fällen eher kontinuierliche Therapien notwendig sind.
zur Übersicht