Schlafstörungen

Krankheitsbild Schlafstörungen

Schlafstörungen

Millionen Menschen fürchten sich vor der nächsten Nacht, werden von Schlafstörungen gequält. Bleiben solche Störungen länger bestehen, können sie den eigenen Lebensvollzug erheblich beeinträchtigen und zu Müdigkeit, Leistungs- und Konzentrationsminderung, schlechter Stimmung und erhöhter Reizbarkeit führen. Dies ist häufig der Beginn eines großen Leidensdrucks.

Therapeutische Möglichkeiten in der Klinik Carolabad

Grundlage unserer Therapie von Schlafstörungen ist eine gründliche Aufklärung und Information zum Thema Schlaf. Viele Betroffene haben falsche und häufig auch angstbesetzte Vorstellungen über die Natur des normalen/gesunden Schlafes (z. B. "Der Schlaf vor Mitternacht ist der Beste"; "Die ganze Nacht muss aus Tiefschlaf bestehen" oder "Zu einem gesunden Schlaf gehört es, nachts nicht aufzuwachen"). Nicht selten sind es solche Gedanken, die im Sinne eines Teufelskreises zu der Aufrechterhaltung der Schlafstörung beitragen.

Menschen mit Schlafproblemen entwickeln ferner oftmals Strategien, um sich dem gestörten Schlafrhythmus anzupassen. Dazu zählen regelmäßige Nickerchen am Tage, übermäßiger Kaffeekonsum, alkoholische Getränke vor dem Schlafengehen, Nachtarbeit und unregelmäßige Schlafenszeiten. Meist besteht eine allgemeine Anspannung und ausgeprägte Angst vor Schlaflosigkeit. Das Schlafzimmer wird automatisch mit quälenden Einschlafversuchen assoziiert, was zu weiterer Anspannung und Unruhe führt. Das Bett wird zu einem "Ort des Schreckens". Dieses Phänomen wird in unserem Hause mit zwei verschiedenen Therapiemethoden behandelt:

Stimuluskontrolle und Schlafrestriktion

Mit der Stimuluskontrolle soll die Beziehung zwischen Schlaf und Schlafzimmer wieder normalisiert werden. Dies wird erreicht, indem die im Bett schlaflos verbrachte Zeit reduziert wird. In diesem Zusammenhang werden gemeinsam mit dem Patienten "Schlafhygiene-Regeln" erarbeitet, deren Beachtung in der Regel den Schlaf deutlich verbessern kann.

Die Schlafrestriktionstherapie ("Schlafbeschränkungstherapie") beruht darauf, dass die Schlafzeit (bzw. die Zeit, die im Bett verbracht wird) stark eingeschränkt wird. Durch diesen teilweisen Schlafentzug wird direkt ein schlafanstoßender Effekt hervorgerufen. Weiterhin finden Entspannungstechniken, allen voran die Progressive Muskelentspannung (PMR), Anwendung, da bei vielen Betroffenen ein erhöhtes (körperliches und / oder geistiges) Erregungsniveau zur Aufrechterhaltung der Schlafstörung beiträgt. Dieses erhöhte Erregungsniveau wird oft als unmittelbare Verspannung der Muskulatur (insbesondere im Bereich von Kopf, Nacken, Schultern), als ein "nicht abschalten können", "nervliche Anspannung", "innerlich wie aufgekratzt sein“ usw erlebt.

Ein erhöhtes Erregungsniveau ist dabei nicht nur aufrechterhaltende Ursache von Schlafstörungen, sondern auch eine mögliche Folge von Schlaflosigkeit. Ein weiterer Ansatzpunkt im Rahmen unserer Therapie ist die Verringerung von schlafbehindernden Gedanken (bzw. der Aufbau von schlaffördernden Gedanken) mittels "kognitiver Techniken". Durch das Unterbinden des nächtlichen Grübelns werden Betroffene wesentlich entlastet. Diese "Techniken" wirken sich nicht nur auf die Schlafstörung positiv aus, sondern auch auf Folgeprobleme wie depressive Verstimmungen am Tage.

Kontakt

Klinik Carolabad
Riedstraße 32
09117 Chemnitz

Telefon: +49 (371) 8142-0
Telefax: +49 (371) 8142-111
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