Entspannungstraining
Körper und Psyche werden im Alltag gefordert und oft auch gestresst. Neben der ausgleichenden
Wirkung von Sport und Bewegung ist das Erlernen einer Entspannungstechnik ein wichtiger
Baustein einer gesunden Lebensweise. Bei psychischen Erkrankungen können eine Vielzahl
von unterschiedlichen Entspannungsverfahren begleitend helfen, ein seelisches Gleichgewicht
wieder herzustellen. Welches dieser Entspannungsverfahren für die aktuelle Belastungssituation
am besten geeignet ist, sollte man durch ausprobieren feststellen.
Die Klinik Carolabad bietet dazu folgende Entspannungsverfahren an:
Progressive Muskelentspannung - PMR
Indem man die Spannungszustände der Muskulatur aktiv minimiert, reduziert man das
in Stresssituationen stark erhöhte Anspannungsniveau. Die bewusste Entspannung einzelner
Muskelpartien bewirkt eine Aktivierung des so genannten Parasympathikus. Der Parasympathikus
ist der Anteil des vegetativen Nervensystems, der für die Senkung des Blutdrucks,
die Abnahme der Herzschlagrate, die Entspannung der Muskulatur und eine tiefe und
langsame Atmung zuständig ist. Die Progressive Muskelentspannung beruht auf dem
psychophysiologischen Einheitsprinzip: Wenn der Körper sich entspannt, entspannt
sich auch die Psyche.
Die Vorteile der Progressiven Muskelrelaxation liegen in ihrer Effektivität und
in ihrer schnellen und einfachen Erlernbarkeit. Bei regelmäßigem Training ist nach
kurzer Zeit eine selbstständige körperliche und psychische Entspannung möglich.
Yoga
Yoga ist eine alte indische Wissenschaft, die Körper und Geist gleichzeitig beansprucht,
trainiert und fördert. Das Sanskrit-Wort “Yoga” bedeutet “Vereinigung”, ein harmonisches
Zusammenspiel von Körper und Geist in allen Aspekten des Lebens.
Die positiven Auswirkungen eines regelmäßigen Yoga-Trainings auf Körper und Geist
sind seit Jahrhunderten bekannt und auch wissenschaftlich belegt: Yoga fördert die
Blutzirkulation und regt den Stoffwechsel an. Es stärkt die Muskulatur und hält
das Bindegewebe straff. Yoga fördert die Beweglichkeit und das Gleichgewicht und
trägt zu einer besseren Körperwahrnehmung bei. Yoga reguliert das Körpergewicht,
hilft Stress abzubauen und die mentale Konzentration zu verbessern.
Atementspannung
Die Atementspannung nutzt Elemente von Entspannungsverfahren und meditativen, aber
auch physiotherapeutischen Methoden, um über die Erfahrung und Vermittlung von Atemtechniken
eine Verbesserung der Selbstwahrnehmung und eine bewusste Steuerung des körperlichen
Befindens zu erreichen. Auch hier spielt die Entdeckung und Aktivierung eigener
Kompetenzen eine besondere Rolle.
Die Atementspannung hilft durch die Beruhigung des Atems auch die anderen Körperfunktionen
zu beruhigen. Die Muskeln entspannen sich, das hormonale Gleichgewicht wird wiederhergestellt;
der Blutdruck normalisiert sich und der Puls sinkt. Wir werden gelassener und spüren
eine wohltuende Ruhe in uns.
Tai Chi
Tai Chi Chuan ist ein jahrhundertealtes chinesisches meditatives Bewegungssystem
mit gesundheitsfördernden Aspekten.
Im Tai Chi Chuan als Entspannungstraining kommt es in erster Linie auf Weichheit
und Geschmeidigkeit an. Die Muskulatur soll im Laufe der Zeit in hohem Maße entspannt
und die Gelenke sollen frei beweglich werden. Dies ist nötig, um die Energie des
Körpers, das Qi, in Bewegung zu bringen. Muskelverspannungen werden gelöst, die
Körperhaltung optimiert, die Energieströme des Körpers werden angeregt und in Balance
gebracht. Die langsame konzentrierte Ausführung der Bewegung steigert das körperliche
Wohlgefühl und bewirkt eine mentale Entspannung.
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